Pressestimmen

Ein bewegendes Mahnmal in Tönen...
Südkurier Friedrichshafen, 30. Januar 1999

Ihre Leiden wurden niemals gesühnt. Schnuckenack Reinhardt, Chef des weltberühmten Zigeuner-Quintetts, konnte es nicht fassen: Noch Stunden nach der Aufführung des „Requiem für Kaza Kathárinna“ im Dom zu Brandenburg, bei dem er mit seinem Ensemble mitgewirkt hatte, war er tief ergriffen. Denn das hatte er noch nicht erlebt: „Die Leute haben geheult, sie haben tatsächlich geheult – für einen Zigeuner“... In der bewußt übernommenen, oft sehr einfachen, aber auch sehr poetischen Sprache der Roma erzählt Anita Geigges im Requiem die typische Geschichte einer Zigeunerin in Deutschland...Komponist ist der mehrfach preisgekrönte Gerhard Rosenfeld...Gelegenheit auch für ein wohl einmaliges musikalisches Erlebnis: Originale Zigeuner-Folklore und – Jazz kontrastiert mit anspruchsvoller, heutiger Kammermusik, interpretiert von internationalen Spitzenkünstlern: Geigerin Jenny Abel aus Husum, begehrte Solistin der großen Orchester in aller Welt, Harfenistin Alice Giles aus Adelaide, die erst 21 Jahre alt die „Israel Harp Competition“ gewonnen hatte, der Berliner Percussionist Hermann Naehring, berühmt für seine Grenzüberscheitungen zwischen allen musikalischen Genres, Mezzosopranistin Alicia Borges, heute internationaler Opernstar.
AZ, München, 22. Oktober 1995

Dunkler Aufschrei. Ein Balanceakt zwischen Ethik und Ästhetik ist es freilich immer, wenn sich Kunst der Übel unserer Gesellschaft annimmt. Kein Gedicht nach Auschwitz, dies Adorno-Verdikt haben Rosenfeld und seine Librettistin für sich nicht akzeptiert und ein Requiem für eine Zigeunerin geschrieben.
Bonner Rundschau, 4. Oktober 1993

Die Musik war in ihrer ergreifenden Schlichtheit so eindringlich, dass man beim Zuhören schaudernd und betroffen auf den Boden blickte.
Potsdamer Neueste Nachrichten, 24. Mai 1993

Es ist schon ungewöhnlich, wenn sich moderne Musik und Tagespolitik hautnah berühren und mehr dabei herauskommt als eine kurzlebige Sensation... Die interpretatorischen Spitzenleistungen aller Beteiligten verselbständigten sich an keiner Stelle, sondern figu­rierten ausnahmslos als Träger des geistigen Konzep­tes... Die Betroffenheit des Publikums schlug in begei­sterte Ovationen um.
Potsdamer Neueste Nachrichten, 26.September 1991

Thema von brennender Aktualität. Die emotionale Wirkung beschränkt sich nicht aufs Inhaltliche. Die Hauptimpulse gehen von der Intensität der Musik und ihrer Interpretation aus.
Neue Zeit, Berlin, 24. September 1991

Es ist eine Messe für die (Über-) Lebenden...Im Mittelpunkt steht das Wort, aber diesmal kein Bibelwort. Und die ergreifenden Texte wurden auch von der Autorin selbst vorgetragen...Die kunstvolle Klangvielfalt wurde von Jenny Abel...Alice Giles...Hermann Naehring...und Christina Ascher sehr expressiv ausgestaltet...
Berliner Morgenpost, 24. September 1991

Ergriffenheit, Besinnung, aber auch Aufgerütteltsein gegen Gleichgültigkeit waren das Ergebnis bei den Zuhörern, von denen nicht wenige die Tränen nur mit Mühe verbergen konnten...
Märkische Allgemeine Zeitung, 20. September 1991

Standing ovations einer begeisterten, intellektuell und emotional gleichermaßen geforderten Zuhörerschaft...
Badisches Tagblatt, 30. Juni 1990